Jährlich 1965–2024 · Our World in Data / GCB 2025 · 200 Länder · fossile Brennstoffe + Zement
Jährliche Kohlendioxidemissionen aus fossilen und industriellen Quellen: Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas sowie das bei der Kalkbrennung in der Zementproduktion freigesetzte CO₂. Landnutzung und Entwaldung sind hier NICHT enthalten, was den Rang einiger großer Waldländer erheblich verschiebt.
Global Carbon Budget 2025, verbreitet über Our World in Data, von 1965 bis 2024, für rund 200 Länder. Es handelt sich um territoriale Emissionen: Sie werden dem Land zugerechnet, in dem die Verbrennung stattfindet, nicht dem, das das hergestellte Produkt verbraucht. Ein Land, das seine Industrie auslagert, sieht seine Emissionen daher sinken, ohne dass sich die Weltnachfrage geändert hätte.
Zwei Ansichten stehen nebeneinander, und sie zu verwechseln ist der häufigste Fehler zu diesem Thema. „Pro Staat“ misst das Gewicht eines Landes an der Weltsumme und dient der Frage kollektiver Verantwortung; „pro Kopf“ misst die Intensität einer Lebensweise und ergibt eine nahezu gegenteilige Karte.
China stößt heute knapp ein Drittel des weltweiten fossilen CO₂ aus, bleibt pro Kopf jedoch weit hinter den Vereinigten Staaten, Australien und den Golfmonarchien zurück. Der Bestand zählt ebenso viel wie der Fluss: Europa und Nordamerika haben den Großteil des seit 1850 angesammelten CO₂ ausgestoßen — darauf gründet das Argument der „gemeinsamen, aber differenzierten Verantwortlichkeiten“ in den Klimaverhandlungen.