{{count}} Wasserkraft-Staudämme ≥ 1.000 MW in Betrieb
Diese Karte zeigt die großen in Betrieb befindlichen Wasserkraftwerke der Welt: Anlagen ab 1 000 MW mit einem echten Stausee. Die Punktgröße gibt die installierte Leistung an — also das, was die Anlage bei Volllast erzeugen kann, nie das, was sie tatsächlich im Jahr produziert. Das blaue Netz im Hintergrund umfasst nur jene Flüsse, an denen eine dieser Talsperren liegt.
Die Daten stammen aus dem Global Hydropower Tracker von Global Energy Monitor (März 2026, CC BY 4.0). Drei Filter wurden angewandt: Status „in Betrieb“, Vorhandensein einer Staumauer mit Speicher (Laufwasserkraftwerke fallen heraus, sie stauen nichts auf) und eine Leistung von mindestens 1 000 MW. Es bleiben 259 Anlagen in 44 Ländern. Die Rangliste summiert die installierte Leistung je Land.
Diese Karte liest man nach Tälern, nicht nach Ländern: Die Punktreihen zeichnen die ausgebauten Flüsse nach — Jangtsekiang, Paraná, Jenissei, Columbia. Ein Land ohne Punkt ist deshalb kein Land ohne Wasserkraft: Es kann ausschließlich kleinere Anlagen oder Laufwasserkraftwerke betreiben, zwei hier bewusst ausgeklammerte Kategorien. Umgekehrt verweist eine dichte Punktkette auf einen von der Quelle bis zur Mündung ausgebauten Fluss.
Allein auf China entfällt fast die Hälfte der Leistung dieser Auswahl, darunter der Drei-Schluchten-Damm (22 500 MW), das größte Kraftwerk der Erde, und Baihetan (16 000 MW). Itaipu (14 000 MW) am Paraná wird von Brasilien und Paraguay gemeinsam betrieben. Viele dieser Anlagen stehen an Flüssen, die sich mehrere Staaten teilen: Wer die Talsperre hält, hält den Abfluss flussabwärts — Wasserkraft ist damit ebenso ein diplomatisches wie ein energetisches Thema.