Verteidigungshaushalt

Militärausgaben 2023 · Weltbank WDI

Jährliche Militärausgaben eines Staates, in zwei Darstellungen: als Anteil am BIP, was die ANSTRENGUNG im Verhältnis zu den Mitteln des Landes misst, und in Milliarden Dollar, was die absolute FÄHIGKEIT misst. Beide Ansichten ordnen die Welt sehr unterschiedlich, und sie zu verwechseln ist die häufigste Fehlerquelle zu diesem Thema.

Weltbank, World Development Indicators (Reihen MS.MIL.XPND.GD.ZS und MS.MIL.XPND.CD), Jahr 2023; die Zahlen übernehmen die Schätzungen des SIPRI. Erfasst sind Sold, Militärpensionen, Beschaffung, Wehrforschung und paramilitärische Kräfte; nicht erfasst ist die zivile innere Sicherheit. Mehrere Staaten veröffentlichen keinen konsolidierten Haushalt: Dort handelt es sich um Schätzungen, und einige Länder fehlen mangels verlässlicher Quelle ganz.

Beim BIP-Anteil hat die NATO eine Zielmarke von 2 % gesetzt, die als gemeinsamer Bezugspunkt dient; oberhalb von 5 % spricht man von Kriegswirtschaft. In Dollar reichen die Stufen bis 250 Milliarden und mehr — eine Stufe, die ein einziges Land besetzt.

Die Vereinigten Staaten geben allein ungefähr so viel aus wie die zehn nachfolgenden Länder zusammen. Der Vergleich in laufenden Dollar überzeichnet den Abstand allerdings: Ein Soldat und ein Panzer kosten nicht überall dasselbe, und Schätzungen in Kaufkraftparität rücken China und Russland deutlich näher heran.